Das vierte Wunder vom Kreuz:

DAS WUNDER DER HEILUNG

Die Geisselung

Seine Striemen bringen dir Heilung

Schau auf Jesus

Ausharren

Die Geisselung

Früh am Morgen berieten die jüdischen Führer, wie sie den römischen Statthalter Pilatus überreden könnten, um Jesus zu töten. Selbst besaßen sie nicht das Recht eine Todesstrafe auszusprechen. Deshalb wurde Jesus – nach einer schlaflosen Nacht, sowie geschlagen und misshandelt – wie ein Missetäter gefesselt und an Pilatus überliefert.

Jesus wurde dreimal durch Pilatus verhört und jedes Mal kam der Römer zu dem Entschluss: „Ich finde keine Schuld an diesen Menschen!“ Pilatus steht auf dem Punkt, um Jesus freizulassen, aber nicht ohne ihn vorher gegeißelt zu haben. Das Wort, dass Lukas hier für geißeln gebraucht, ist (padideuo), was wörtlich ‚erziehen,
ihm eine Lektion erteilen‘ bedeutet. Pilatus will Jesus eine Lektion erteilen, indem er ihn geißeln lässt, was wiederum eine grobe Verletzung des Gesetzes ist, da er Jesus grade noch für unschuldig erklärt hat. Vielleicht will er dadurch das Volk umstimmen, wenn sie sehen, wie Jesus, dem sie kurz zuvor noch so zugejubelt haben, jetzt so misshandelt wird, so dass sie dem Freispruch Jesu zustimmen.

Die Geisselung war bekannt, als eine sehr blutige. Jesus wurde nackt mit Stricken an einen Pfahl gebunden; die Arme gestreckt nach oben, das Gesicht zum Pfahl gewandt. Meist waren es zwei Soldaten, die Die Geisselung ausführten. Sie wechselten sich ab beim Schlagen mit dem sogenannten Flagellum. Diese Geißel bestand aus einem kurzen Handgriff, an dem ein Gespann von zwei Riemen befestigt war. An den Enden der Riemen waren Fußwurzelknochen eines Schafes befestigt. Die Römer haben das Flagellum speziell dazu entworfen, um die Haut des Opfers aufzureißen, wodurch Muskeln und Sehnen bloß zu liegen kommen. Mit diesem schrecklichen Werkzeug wurde die Haut Jesu regelrecht in Fetzen gerissen bis er halb bewusstlos in den Seilen hing, umringt durch eine große Blutspfütze.

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